Hallo :)
Heute kommt mal ein etwas anderer Eintrag von mir, der zu einer neuen Reihe gehört über die ich was schreiben möchte, die ich "Captain Fantastic" genannt habe. Captain Fantastic ist ein Film, den ich vor kurzen im Kino gesehen habe und großartig fand. Er ist an eine wahre Geschichte angelehnt und regt außerdem sehr zum Nachdenken an. Vor allem über Themen wie Umwelt, Nachhaltigkeit, das deutsche Schulsystem und andere Politik und Umweltthemen. Da es so viele Themen sind über die ich mir selber auch viele Gedanken mache, wird es eine Reihe und ihr findet den Reiter ab jetzt rechts in meiner Themenliste. Wenn ihr
hier klickt, kommt ihr außerdem zu einem Trailer zum Film. Und zur Vorwarnung ich weiß jetzt schon das jeder meiner Texte zu #Captain Fantastic sehr lang werden wird. Außerdem möchte ich klar stellen, dass alles, was ich hier äußere meine persönliche Meinung ist und ebenfalls nur zum Nachdenken anregen soll. Los gehts mit dem 1.:
Die Eltern in Captain Fantastic haben sich dazu entschieden 6 Kinder zu bekommen. Der Film spielt zwar nicht in Deutschland, aber trotzdem ist es ja eine Situation, die auch in Deutschland sehr ungewöhnlich ist, da die Geburtenzahl bei deutschen Frauen mittlerweile so um die 1.5 Kinder pro Frau beträgt, soweit ich weiß. Dadurch wurden ja schon öfter Stimmen laut, dass Deutschland mehr Kinder braucht. Trotzdem wird der "Job" Mutter in Deutschland kaum gewürdigt und einige Regelungen machen das Modell "Großfamilie" immer unmöglicher, was ich persönlich sehr schade finde. Zum einen finde ich ist der Job Mutter deutlich unterbezahlt ist. (Ich bezeichne es bewusst als Job, da eine glückliche Kindheit und gute Erziehung von der Mutter und dem Vater weit mehr abverlangt als ein normaler Job. Es ist ein 24 Stunden Job.) Man bekommt in dieser Zeit das Elterngled und Kindergeld. Das Kindergeld alleine reicht niemals, um ein Kind gut zu fördern. Das Elterngeld errechnet sich aus dem, was man vorher verdient hat. Wo meiner Ansicht nach der erste Fehler liegt. Zum einen, weil ich mich frage, wieso man auf einmal weniger Geld benötigen sollte, wenn man doch eine zusätzliche Person ernähren und fördern muss? Zum anderen zeigt das doch, dass der eigentliche Job "mehr wert" war, als die Kindererziehung jetzt. Das zwingt denke ich viele Mütter dazu, schnell wieder arbeiten zu gehen und das Kind in eine Krippe zu geben. Was mich ehrlich gesagt immer sehr an die DDR-Zeiten erinnert, in denen der Erziehungsauftrag mehr beim Staat lag. Was ich persönlich ziemlich gruselig finde, den wenn eine Mutter ihrem Kind viel Aufmerksamkeit, Liebe und Zeit schenkt, ist die Wahrscheinlichkeit doch bedeutend größer, dass das Kind später auch eine gute Schullaufbahn haben wird, mal einen Beruf erlernen wird und somit wieder dem Staat als Arbeitskraft zur Verfügung steht. So gesehen bringt eine Mutter auf Dauer dem Staat mehr, als eine Frau ohne Kinder, gewürdigt wird sie aber weniger.
Die Kinder im Film Captain Fantastic werden nicht nur zuhause betreut, sondern auch zuhause unterrichtet. Ein Modell, was in Deutschland ebenfalls nicht vorgesehen ist, da den Eltern, deren Kinder nicht zur Schule gehen hohe Geldstrafen drohen. Die Großfamilie auf Captain Fantastic trifft im Laufe des Films ihre Cousins, die ein "normales" Leben führen und zur Schule gehen. Aus dieser Situation ergibt sich. dass die Kinder, die zuhause unterrichtet werden, deutlich mehr Wissen haben. Außerdem äußern ihre Cousins, dass sie nicht gerne zur Schule gehen. Eine Erklärung dafür ist, dass bei Klassengrößen von 35 Schülern pro Klasse nicht genug auf einzelne Probleme beim Lernen eingegangen werden kann. Außerdem gewinnt Lernen so einen sehr negativen und zwanghaften Charakter, was die Unlust erklärt. Dies führt letztendlich zu schlechteren Leistungen und somit auch zu einem schlechteren Job oder möglicherweise gar keinem, was aus Sicht des Staates wieder nur negative Konsequenzen mit sich bringt. Neben dem Lernerfolg der in kleinen Gruppen (möglicherweise zuhause) deutlich höher ist, ist ein weiterer wichtiger Aspekt für die sozialen Beziehungen, die in der Schule gefördert werden sollen und zu einer verantwortungsvolleren Persönlichkeit führen sollen. Dies ist jedoch in Großfamilien ebenfalls bereits gegeben, man kann mir den Geschwistern spielen, lernt Verantwortung für diese zu tragen und lernt auch seine eigenen Bedürfnisse mal zurück zu stecken. Zumal es immer mehr Fälle von Mobbing an Schulen gibt.
Des weiteren sind die Freizeitmöglichkeiten für Großfamilien in Deutschland eingeschränkt. Es ist vom Geld ja ein deutlicher Unterschied ob man mit einem Kind und zwei Erwachsenen ins Freibad, ins Theater oder in einen Zoo geht, als mit 6 Kindern und 2 Erwachsenen. Dabei ist kulturelle Förderung doch ebenfalls wichtig um gut aufzuwachsen.
Ich persönlich hätte gerne viele Kinder, jetzt bin ich natürlich noch sehr jung und weiß noch nicht, ob es so kommen wird. Trotzdem finde ich es sehr schade, wie schwierig es in Deutschland ist, sich für dieses Modell zu entscheiden, obwohl Kinder doch so dringend gebraucht werden.
Wäre es da nicht sinnvoller, mehr Geld in Kinder zu investieren, in dem mehr kostenlos ist für Kinder (besonders Kulturprogramm) und Eltern mit vielen Kindern mehr Geld zur Verfügung steht?
Damit es nicht zu lang wird, mache ich an dieser Stelle Schluss, zum Thema Schule werde ich vermutlich nochmal einen anderen Text schreiben. Ich hoffe euch hat es gefallen, mal an meinen Gedanken zu diesem Thema, was bei mir zu großem Unverständnis und Bedauern führt, teilzuhaben. ♥